Schwedischer Mittsommer

Weltcup Schweden

Wir waren alle gespannt auf Schweden. Wie wird es da sein Bike-OL zu machen, auch so schwierig wie OL? Ich freute mich sehr auf anspruchsvolle Wettkämpfe in karten- und biketechnisch schwierigem Gelände. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Mitteldistanzrennen war in hügeligen Terrain, und der starke Regen verwandelte die Wege in weiche Schlammpisten. So waren die sandigen, wurzligen Trails oft schnelle Alternativen zu grösseren Wegen. Ich hatte am Anfang etwas Mühe auf die Karte zu kommen und machte kleine Fehler und wählte eine falsche Route. So kam es das die 2 Minuten hinter mir gestartete Finnin Marika Hara mich bei Posten 5 einholte. Ab da fuhren wir das Rennen meist gemeinsam, immer am absoluten Limit mit weiteren kleinen Fehlern. Der Wettkampf war aber so anspruchvoll das es hinter der Finnin zum 2. Platz reichte.

Das Langdistanzrennen war mal wieder mit Massenstart, dieses mal mit Schmetterling. Dadurch hatten alle die gleiche Strecke bis ca. 70% des Rennens. Das hatte zur Folge, dass bei jedem Posten Krieg ausbrauch und du kämpfen musstest damit der Posten quittiert werden konnte! Bei den Männern solls gesittet zu und her gegangen sein, was ich mir fast nicht vorstellen kann wenn ich an mein Rennen denke! Leider kann ich nicht viel Gutes zu dieser Form von Bike-OL sagen. Wenn ich ein Bikerennen will starte ich bei einem, sonst mache ich Bike-OL. Meinen Motivation war dann auch ziemlich schnell verflogen und so resultierte ein 9. Rang. Zu meinem grossen Ärger wäre das Rennen eine super Einzelstart Langdistanz geworden, schade…

 

Besagte Schraube, die beinahe unsere Staffel sabotiert hätte.

Zum Abschluss stand noch die mixed Staffel auf dem Programm. Biiit machte den Start und kam als erster mit 2 andern Startfahrer zur Übergabe. Auf dem Weg zu Posten 1 überholte ich den gestarteten Schweden und fuhr fast das ganze Rennen alleine, beim zweitletzten Posten überholte mich die spätere finnische Siegerstaffel. Ich konnte bis ins Ziel den Rückstand minimal halten, trotz meines ziemlich platten Hinterreiffen. Denn 20 Minuten vor Ende meines Rennens fuhr ich eine Schraube ein, die sich richtiggehend in mein Hinterrad schraubte! Bis in Ziel verlor ich kontinuierlich Luft, ich wagte mich jedoch nicht mit der Druckluftpatrone nachzupumpen, befürchtete ich doch der Druck würde die Schraube rausspicken lassen. Beat duellierte sich noch mit dem Finnen doch nach einer etwas schlechteren Route zum letzten Posten konnte er nicht mehr um den Sieg sprinten und wurde 2.

So schloss ich meine 2. Weltcuprunde dieses Jahr etwas versöhnlicher ab als Ungarn (mit Stirn- und Nasenhöhlenentzündung und Antibiotika!). Nun freuten wir uns auf einige Tage Ferien mit Downhillen!!!

»Bericht Middle auf der Swiss Orienteering Website
»Bericht Long auf der Swiss Orienteering Website
»Bericht Relay auf der Swiss Orienteering Website

Downhillen in Åre

Wie wird das, hoffentlich kann ich mit so einer Downhillmaschine überhaupt biken! Zum Glück stellten sich meine Befürchtung als unbegründet haraus. Mit einem Downhillbike kommt man die Abfahrten so viel einfacher runter, trotz schlamm und rutschigen Wurzeln. Nur das fliegen über Tables (in meinen Fall auf Tables), ist nicht ganz ohne, vor allem wenn man nicht wie gewöhnlich mit Klickpedalen am Bike unterwegs ist! Aber das war sicher nicht das letzte mal wo ich mit einem Downhillbike unterwegs war…

Unsere Downhill-Bikes bei der wohlverdienten Dusche

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