Um Manang

Wir haben uns entschieden, den Thorong La Pass (5400 m) nicht zu überqueren. Wir kennen den Pass von 1999 her, als wir ihn zu Fuss überquerten. Der Weg ist viel einfacher (abgesehen von der Höhe) als über den Larke La. Aber auf der anderen Seite das Geröllfeld hinunterfahren und dann ab Muktinath oder Jomsom Jeeptracks zu fahren ist bikemässig nicht wahnsinnig spannend. Zudem ist die Rückreise nach Kathmandu sehr lang. Wir wollen stattdessen einige Tage in Manang (3700 m) verbringen, wo es super Trails zum Biken gibt, und dann wieder Richtung Dharapani hinaus nach Besisahar biken.

Nachdem unsere Crew in den Jeep verladen hat und abgefahren ist, essen wir unsere Apple Pancakes und los gehts. Ursprünglich wollten wir bis Pisang fahren, doch wir kommen gut voran und erreichen in einem langen Tag Manang (55 km, 2100 m Steigung). Wir können die Strecke zu 99% biken, fast ausschliesslich auf guten aber zum Teil auch sehr groben und extrem steilen Jeeptracks. Jeeps fahren bereits bis Chame. Um per Jeep nach Manang zu kommen fehlen eigentlich nur noch ca. vier Brücken. In einem Jahr ist es wohl so weit.

Der Unterschied zu 1999 ist unglaublich. Damals war alles noch ein Fuss- und Eselkarawanenweg. Es hatte auch nur einen Bruchteil der Hotels und Restaurants von heute mit einem ganz anderen Standard. Gabs 1999, wenn überhaupt, nur zwei Bretter über einem Loch, so verfügt heute jede Unterkunt über italienische Toiletten und Duschen mit Solar Power. Auch in sehr vielen Privathäusern scheinen WCs Einzug gehalten zu haben – in meinen Augen hygienisch ein Riesenfortschritt. Natelempfang und Strom sind hier im Gegensatz zu unserer Manaslu-Umrundung selbstverständlich.

In Manang kommen am Saisonhöhepunkt über 200 Touristen täglich an. Im Dezember sinds etwa 12. Entsprechend ruhig ist es hier, doch uns stört es überhaupt nicht. Wir sind im Yak Hotel gemütlich untergebracht (CHF 2 das Doppelzimmer mit eigenem WC) und verbringen einen Ruhetag.

Am nächsten Tag machen wir eine „kleine“ Rundtour per Bike. Am Schluss sind wir dann über vier Stunden unterwegs und haben 1000 Höhenmeter gemacht. Wir merken, dass wir Erholung brauchen und freuen uns schon auf Kathmandu.

In einer langen Etappe fahren wir ca. 75 km von Manang das Tal hinunter nach Jagat. Wir wählen dabei zu Beginn den wunderschönen Höhenweg via Upper Pisang. Erstmals ist es bewölkt. Ohne Sonne ist es bitter kalt.

Von Jagat gehts dann noch 2.5 Stunden nach Besisahar, wo uns Santosh einen Jeep mit Driver nach Kathmandu organisiert hat.

Jeeptrack Richtung Manang.

Jeeptrack Richtung Manang.

Lower und Upper Pisang

Lower und Upper Pisang

Der hat auch schon manchen Winter in Manang erlebt

Der hat auch schon manchen Winter in Manang erlebt

Tagesausflug von Manang Richtung Tilicho

Tagesausflug von Manang Richtung Tilicho

Himalayan Blue Sheep (?)

Himalayan Blue Sheep (?)

Blick von 4200 m das Tal hinunter

Blick von 4200 m das Tal hinunter

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Manang

Manang

Super Trail bei Pisang

Super Trail bei Pisang

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Die letzten 50 km nach Besisahar zogen sich auf dem üblen Jeeptrach schier unendlich dahin

Die letzten 50 km nach Besisahar zogen sich auf dem üblen Jeeptrach schier unendlich dahin

Kathmandu Traffic Jam

Kathmandu Traffic Jam

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3 Antworten auf Um Manang

  1. Käthi Räber sagt:

    Danke für die super schönen Berichte und die tollen Bilder.
    Häbet nech Sorg. Ganz liebi Grüess us Choppige

  2. Chruge sagt:

    Hei Zämä
    Sieht also schon sehr schön aus bei euch!
    Wünsche euch noch eine schöne Zeit!
    Gruss
    Chruge

  3. Elisabeth Roth sagt:

    Wir haben mit grossem Interesse (aber auch Grausen) eure Berichte und wunderschönen Bilder gelesen/angeschaut. Häbets witer guet – mir dänke a öich! Gotti Elisabeth und Peter

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