Andalucia Bike Race: Der Schluss

Wir vernachlässigten unseren Blog bezüglich Ausgang des Rennens, darum hier nun eine Zusammenfassung der letzten Tage und im folgenden Artikel viele schöne Fotos!

4. Etappe: Jetzt läufts rund

Aufgrund des Schnees, der bis auf ca. 1’000 m hinunter liegt, mussten die Veranstalter die 4. Etappe ändern. Statt auf 1’800 m hinauf gings nur noch mehrmals auf 1’400 m rauf. Die Distanz blieb aber gleich. Der Start fand auf der Dorfstrasse in Bergkaff Bedmar statt. Der kalte Wind pfiff bei ca. 0°C vor dem Start durch die schattige Häuserschlucht, darum waren wir froh, als es losging. Es war aber wieder ein prachtvoller Sonnentag und in den ersten Steigungen wurde es dann bald schön angenehm warm.

Durch die Etappenänderungen waren die ersten zwei Drittel der Etappe vorwiegend auf Naturstrassen oder Karrwegen und deshalb technisch einfach. Wir kamen gut voran. Nach einer Abfahrt wie in einer Murmelbahn durch ein weiteres Bergdorf wartete die längste Steigung auf uns. Bald erreichten wir die Schneegrenze und weiter oben galt es in Schlamm, Schnee und auch auf Eis schön ausbalanciert auf dem Göppel zu sitzen. Runter sah man dann plötzlich bei 50 km/h blankes Eis auf einen zurasen. Zum Bremsen blieb auf dem Schnee keine Zeit und so roheierte man halt darüber.

Nach zwei Dritteln der Strecke folgten zwei irrsinnig lange und wunderbar flowige Singletrail-Abfahrten. Chrige hatte einen super Tag und meisterte auch die krasseren Passagen souverän. Dazu holten wir noch Teams auf, die sonst immer ziemlich vor uns lagen. Es lief wirklich rund und zum Schluss resultierte ein 10. Etappen-Rang. Trotz der Anpassung machten wir an diesem Tag mit 2’500 m am meisten Steigung.

5. Etappe: Ruhetag

Die Schönwetter-Phase war nun vorbei und bereits am Abend der 4. Etappe begann es in Kübeln zu schütten. Am Morgen wars auch auf 400 m.ü.M. nur wenige Grad warm, es schüttete weiter und nur wenige 100 m höher war bereits alles weiss. Die Kleidungswahl war richtig knifflig. Gerade als wir alles vorbereitet hatten und uns nach draussen wagte, tat der Veranstalter das einzige richtige und sagte die Etappe ab. Wir wären den grössten Teil davon durch Schnee gebiked.

Wir genossen den Ruhetag und machten nicht viel. 30 Minuten gaaanz locker ausfahren auf Teerstrassen reichte uns völlig. Etwas weh tat es uns aber schon, dass wir damit sicher einige super Trails verpasst hatten.

6. Etappe: Schauriges Finale

Wegen dem Schnee wurde auch die letzte Etappe noch angepasst und statt als Zeitfahren wieder mit Massenstart durchgeführt. Mit „nur“ 52 km war es die kürzeste Etappe. Mit „nur“ 1’400 m Steigung schien es uns schon fast mehr wie eine kurze Ausfahrt als eine richtige Etappe.

Etwas vier Kilometer nach dem Start verschlammte der Feldweg zu einer Riesenpfütze und alle im dichten Fahrerfeld versuchten irgendwie auszuweichen. Doch hier war der Schlamm so richtig klebrig und innert Sekunden waren die Bikes Kilos schwerer… sofort absteigen und rennen, denn sonst dreht gar nichts mehr. Wir kamen glimpflich durch und machten viele Plätze gut, weil die meisten erst von Hand ihre Velos von der ganzen Pampe befreien mussten…

Bald wurde es wieder steil, aber nach dem Ruhetag fühlten wir uns gut und konnten Gas geben. Je weiter man stieg, desto nasser wurde es und bald waren wir wieder im Schnee, wo im Aufstieg fertig mit fahren war. Wo möglich, packte ich beide Bikes gleichzeitig und schob sie den Trail hinauf. Nach einem schönen aber schlammigen Höhentrail gings dann in die Schlammabfahrt wo Chrige ungeahnte Schlammfahrerinnenqualitäten offenbarte. Weiter unten wurde der Trail einer Schlucht entlang besser und richtig cool zum fahren. Auf den letzten km auf breiteren Wegen konnte ich Chrige dann Windschatten spendieren und schon nach gut drei Stunden waren wir im Ziel. Nach einem guten Start konnten wir heute voll durchziehen und erreichten zum Schluss mit dem 7. Kategorien-Rang noch unser bestes Ergebnis. In der Gesamtwertung waren aber die Plätze vergeben und wir blieben Zehnte.

Zusammenfassung

Wir sind ganz zufrieden mit dem Rennverlauf und kamen ohne Krise und ohne richtige Defekte über die Runden. Wir waren positiv überrascht wie oft man auf zum Teil sehr technischen kleinen Trails unterwegs war. Natürlich hatten wir auf etwas wärmeres Wetter gehofft, aber jetzt wo die Sache vorbei ist, haben wir dafür umso mehr zum erzählen! Hier eine Zusammenfassung der Etappen:

Etappe 1: 71 km, 1700 m Steigung, 4:37 h, 13. Rang
Etappe 2: 65 km, 2100 m Steigung, 5:27 h, 11. Rang
Etappe 3: 69 km, 2100 m Steigung, 4:53 h, 12. Rang
Etappe 4: 65 km, 2500 m Steigung, 4:33 h, 10. Rang
Etappe 6: 51 km, 1300 m Steigung, 3:09 h, 7. Rang
Gesamt: 10./26 Kategorie Mixed; 153./271 insgesamt

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